Sozialarbeit

Mein Name ist Philipp Ludwig,

ich bin seit 2022 mit 50% Stellenumfang im Auftrag des Brückenhauses für die Schulsozialarbeit an der Freihof Realschule zuständig.

Zusätzlich lehre ich ab März 2022 an der Hochschule Esslingen Qualitative und Quantiative Forschung an der Fakultät Soziale Arbeit, Bildung und Pflege.

Ich habe zuvor im Bereich der Extremismusforschung in Esslingen als Wissenschaftler sowie im Sozialen Dienst Heidenheim als Familienhelfer gearbeitet.
In meinem Praxissemester während des Studiums habe ich das Brückenhaus bereits kennengelernt und danach auch gelegentlich ehrenamtlich weiter unterstützt.
Ich freue mich sehr, wieder in dieser Stadt und mit einem tollen Team an der Freihof Realschule aktiv werden zu können.

Auftrag der Schulsozialarbeit

Die Schule ist ein sozialer Raum, in dem junge Menschen ihre Identität und Persönlichkeit maßgeblich aufbauen, beeinflussen und pflegen.
Sie befassen sich mit Freundschaften, Konkurrenz und Konflikt, orientieren sich an Anderen, erlernen neue Handlungsstrategien und definieren Werte und Vorstellungen.

Hierfür sollte die Schule ein geeignetes Lernumfeld bieten.
Die Aufgabe der Schulsozialarbeit ist es, in Kooperation mit den Lehr- und Fachkräften, dieses Verständnis eines Erprobungsraumes, eines Ortes des Experimentierens und Orientierens zu realisieren. 

Schulbildung wird dabei als ein Prozess zur individuellen Subjektbildung verstanden, dessen Ziel nicht die Optimierung von schulischen Lernprozessen sein sollte, sondern unter anderem die Aneignung von politischer und moralischer Urteils- und Handlungsfähigkeit.

Damit dies gelingt, müssen Angebote für eine Entzerrung der an Vorgaben, strikte Abläufe und Leistungsbewertungen geknüpften schulischen Rahmenbedingungen sorgen.
Spielaktivitäten, Ausflüge, Projekte oder Gesprächsangebote nehmen den Stress vom Schulalltag, lenken vom Leistungsdruck ab und ermöglichen den Schüler*innen neue Erfahrungen.

Schule muss ein Ort sein, der Kindern und Jugendlichen Perspektiven für die Zukunft vermittelt, ihnen Möglichkeiten aufzeigt und dabei ein möglichst großes Spektrum an Inhalten bietet.
Die Schulsozialarbeit ist diesem Gedanken entsprechend dafür da, Angebote in den Schulalltag einzupflegen und Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche zu sein, um sie in ihrem Entwicklungsprozess zu unterstützen, Krisen zu bewältigen oder anderweitige Motivationen, Perspektiven und Inspirationen anzubieten.

All dies unter Berücksichtigung individueller Herausforderungen wie Armut, Ausgrenzung, familiärer Krisen oder psychologischer Entwicklungen.

Des Weiteren verstehe ich meinen Auftrag als Schulsozialarbeiter auch als einen der fachlichen Weiterentwicklung und Professionalisierung des pädagogischen Verständnisses aller Beteiligten.
Dies umfasst die Kooperation und den Austausch mit sowie die Beratung von involvierten Fachkräften, um gemeinsam auf die benannten Ziele hinzuarbeiten.

Alle diese und noch viele weitere Entwicklungen passieren und gehen auch an der Schule nicht vorbei. Die Themen, die Kinder und Jugendliche haben, können von der Schule allerdings nicht immer adäquat aufgefangen werden und so kann es sein, dass sie als „Problemkinder“ wahrgenommen werden.
Konflikte sind hierbei Ausdruck von Herausforderungen und Krisensituationen im Alltag der Schüler*innen.
Die Ursachen müssen erkannt und mittels geeigneter Lösungsansätze und Strategien bewältigt werden.

Was das bisher Ausgeführte für die Schulsozialarbeit bedeutet

Die Themen aufzugreifen, die junge Menschen in ihren individuellen Entwicklungszusammenhängen in die Schule mitbringen und den formalen Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule auf diese Weise mit weiteren Inhalten zu ergänzen, Alternativen und Möglichkeiten zu bieten neue Erfahrungen zu sammeln und vor dem Hintergrund dessen, dass Bildung als ein allumfassender Prozess der Persönlichkeitsentwicklung verstanden werden muss.

Die Schulsozialarbeit kann präventiv und intervenierend agieren.
Sie arbeitet nach den Grundprinzipien Freiwilligkeit, Neutralität und Schweigepflicht.
Ihre Hauptaufgabe sind die Förderung und das Wohl von jungen Menschen und der Beteiligten im Schulalltag.
Dafür arbeitet sie mit Schülerinnen und Schülern, mit Eltern und Lehrkräften zusammen.
Ihre Methoden setzen auf verschiedenen Ebenen an: am Individuum (z.B. (Konflikt-)Beratung), auf Klassenebene (z.B. Soziale Bildungsangebote), in Kleingruppen (z.B. AG’s und Projekte) und auf der gesamten Schule (z.B. Mitarbeit an der Schulentwicklung und Politik).

Schulsozialarbeit kann nicht alles richten, sie kann jedoch wertvolle Impulse und Denkanstöße liefern, um Kinder und Jugendliche am Prozess der Bildung demokratisch einzubeziehen, ihre Interessen zu fördern und Bedarfe wahrzunehmen.

Angebote der Schulsozialarbeit an der Freihof Realschule sind:

  • Beratung und Begleitung von jungen Menschen, Eltern und Lehrkräften
  • Patenprogramm zur Begleitung der 5. und 6. Klassen
  • Soziale Konflikttrainings
  • Erlebnispädagogische und Themenorientierte Angebote
  • Angebote zur Suchtprävention
  • Einen Raum zum als Rückzugsmöglichkeit
  • Pädagogisches Monitoring und Qualitätskontrolle pädagogischer Strategien

Aktuelle Präsenzzeiten:

Dienstag:                                         9:00 – 15:00 Uhr

Mittwoch:                                        9:00 – 15:00 Uhr

Donnerstag:                                   8:30 – 14:30 Uhr

Freitag:                                            nach Bedarf

Kontakt:

Festnetz Tel. Büro:                       07021/7249014

Mobil (zu Präsenzzeiten):           noch nicht verfügbar

Mail:                                                p.ludwig@brueckenhaus.org

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